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OPD

Ein ARD-Themenabend über gefälschte Medikamente beleuchtet einen verborgenen Skandal: Weltweit blüht der Handel mit gefährlichen Präparaten. Was sie anrichten, zeigt der Film “Gift“.

Eine düstere Parallelwelt, inszeniert als Wirtschaftsthriller, die uns Zuschauer ratlos lässt und das ganze Dilemma eines medial völlig unterbelichteten Skandals greifbar macht: Der Handel mit gefälschten Medikamenten ist kein neues Phänomen. Er ist längst sogar auf allerhöchster Ebene, der Weltgesundheitsorganisation und den Welthandelsorganisationen etwa, als Problem erkannt worden, aber keine Macht, so scheint es, kann die kriminelle Energie dahinter eindämmen.

Ein Fim wie ein Fest: Exzellente Besetzung, kluge Dialoge, perfekte Drehorte und Kostüme. Da hat alles gepasst.

DANKE fürs Wertfernsehen! Dafür zahle ich gern Rundfunkbeitrag.


Nachtrag vom 18.05.2017

Die anschließende Doku “Gefährliche Medikamente – gepanscht, gestreckt, gefälscht”, setzte ein zusätzliches Schlaglicht auf die weltweiten Probleme in der Pharma- und Arzneimittelsicherheit. Einen Lösungsansatz hat der Film gleich mitgeliefert: „Es gibt keine angemessenen Strafen.“ – so die Aussage einer langjährigen Interpol-Fahnderin. Die Hauptschuldigen sind klar ausgemacht: Unwillige, verantwortungslose und korrupte Politiker und Behörden.

Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), erzählt dummes Zeug, wenn er von sich gibt, dass die Industrie keinen Einfluss auf die von den jeweiligen Ländern gesetzten Umweltstandards habe. Geht’s noch? Wer für mich, für mein Label produziert, arbeitet nach meinen Regeln, nach meinen Umweltstandarts. Punkt!

Warum dieser Film meinen Investoren die Augen öffnen müsste?

Hat Ihnen die hartnäckige Interpol-Fahnderin (gespielt von Julia Koschitz) auch so imponiert, wie mir? Stellen Sie sich einmal vor, was das verändern könnte, wenn eine neue politische Kraft mit 40 bis 50 Persönlichkeiten dieses Kalibers – geradlinig, klug, leidenschaftlich, unerschrocken und zielstrebig – bei einer der nächsten Landtagswahlen antritt. Eine prickelnde Vorstellung, nicht wahr? Vielleicht wird jetzt deutlich, wie ich mir die politische Erneuerung in unserem Vaterland vorstelle. Es kostet viel Geld, Zeit, Arbeit, Nerven und auch einige Opfer, aber es würde sich lohnen, meinen Weg zu gehen, mich und meine Arbeit zu unterstützen.

Im Herbst 2019 würde ich mit meiner Partei (OPD) an den Landtagswahlen in Brandenburg teilnehmen, falls ich bis Ende August dieses Jahres über die notwendigen Wahlkampfmittel verfügen sollte. Gelingt mir das nicht, ziehe ich mich aus meinem Langzeitprojekt “Weltverbesserung“ weitgehend zurück und widme mich wieder vornehmlich meinem Privatleben, welches in den vergangenen 17 Jahren weit zurückstehen musste, um hier am Ball bleiben zu können. Schade um meine Zeit, um die vielen Tausend Stunden, die ich in das Projekt investiert habe, aber dann soll es so sein …

Das Wunder von Brandenburg könnte 2019 Wirklichkeit werden, wenn dafür bis Ende August die Weichen gestellt werden, von meinen Investoren

Stellen Sie sich einmal vor, dass ich bis Ende August über meine Wahlkampfmittel in Höhe von 30 Mio. Euro verfüge und die zwei Jahre Vorbereitungszeit bis zum Wahltag im Herbst 2019 intensiv dafür nutze, um in jedem der 44 Brandenburger Wahlkreise ein großes Talent vom Kaliber dieser unerschrockenen und zielorientierten Interpol-Fahnderin (im Film verkörpert von Julia Koschitz) auszuwählen, an meine Partei zu binden und in Vollzeit zwei Jahre auf den Wahltag und die darauf folgende politische Arbeit vorzubereiten.

40 bis 50 herausragende, exzellent geschulte politische Talente + prall gefüllte Wahlkampfbörse + kluge Wahlkampfstrategie = Regierungsbeteiligung oder absolute Mehrheit (Alleinherrschaft wie die CSU in Bayern, 1970 bis 2003)

Kein bunter Haufen von Wutbürgern, verantwortungslosen Kleingeistern, dumpfen Karrieristen oder talentfreien Charakterzwergen, nein: Mit 40 bis 50 handverlesenen politischen Talenten, könnte man den Brandenburger Landtag (derzeit 88 Abgeordnete) im Sturm erobern und fünf Jahre lang kluge Politik machen, nach der sich die Menschen im ganzen Land schon so lange sehen.

Unsere Parlamente und Amtsstuben sind verseucht mit Typen, wie dieser aalglatten Lobbyistin oder dem schmierigen Investmentbanker (im ARD-Film großartig verkörpert von Maria Furtwängler und Ulrich Matthes). Politiker/innen vom Schlag dieser mutigen und durchsetzungsstarken Interpol-Fahnderin (im Film verkörpert von Julia Koschitz), die bräuchen wir in allen Parlamenten. Dafür würde ich gern sorgen. Kein politisches Mandat ohne Eignungstest!

Der Regisseur des ARD-Films “Gift“, Daniel Harrich, sagte bei der Vorführung in Hamburg zwei kluge Sätze, die man auch auf den gesamten politischen Betrieb münzen könnte:


„Das System braucht dringend eine Reinigung, besser noch einen Urknall. Wir wollen Menschen zum (Nach-)Denken und Handeln bringen und Konsequenzen ziehen.“


Wir können alles so weiter laufen lassen, wie bisher. Die Einstellung „Nach mir die Sintflut“ ist weit verbreitet. Dann müssen wir aber auch mit der Gewissheit leben, dass unsere schöne Erde, dieser einzigartige Planet, eines Tages vollends zerstört sein wird, durch das permanent verantwortungslose Handeln schlechter Regierungen und wahnsinniger Despoten.

Wer meine Wahlkampfmittel bereit stellt, bekommt nach spätestens vier Jahren die doppelte Summe zurück. Das bisher beste Angebot lag bei 15 Mio. Euro – zu meinen Bedingungen, aber eben nicht der Betrag, den ich kalkuliert habe. Dann lass ich es bleiben. Es gibt nur einen Versuch. Und der muss sitzen.

Toni Aigner, im Mai 2017