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OPD

Tachomanipulation ist kinderleicht und verursacht einen wirtschaftlichen Schaden von ca. sechs Milliarden Euro jährlich. Denn mit zurückgedrehtem Kilometerstand lassen sich die Fahrzeuge deutlich teurer verkaufen als sie tatsächlich wert sind. Die Regierung juckt das nicht. Der Ehrliche ist in unserem Land der Dumme, weil die Altparteien zu feige sind, das Richtige zu tun.

Datenschutz verhindert Käuferschutz – und deckt Kriminelle. Politik Made in Germany.

Etwa 150 Euro kostet eine Manipulation. 2 bis 6.000 € Mehrerlös lassen sich so erwirtschaften, wenn kriminelle Verkäufer die Tachometer ihrer Fahrzeuge manipulieren. Schöpft ein betrogener Käufer Verdacht und will den tatsächlichen Kilometerstand seines Wagens ermitteln, ist er angemeiert, weil die Vertragshändler Kundendaten nicht ohne Rechtsgrundlage an Dritte weiter geben dürfen – aus Datenschutzgründen.

Ob ein Gebrauchtwagen vor dem Verkauf schon einmal einen höheren Kilometerstand hatte, darf der nächste Besitzer also nicht erfahren!

Auf Nachfrage erklärt die Automobilindustrie, auch Kilometerstände, die in Werkstätten gespeichert sind, fielen unter den Datenschutz und verweist auf eine gemeinsame Erklärung mit den Datenschutzbehörden. Danach „fallen anlässlich der Kfz-Nutzung Daten an, die im Fahrzeug abgelegt werden. Diese Daten müssen geschützt werden …“

Bei dieser Praxis kann es ja wohl unmöglich bleiben: Wer sich als rechtmäßiger Besitzer eines Fahrzeuges ausweisen kann, sollte auch das Recht haben, bei Prüforganisationen, Händlern und Werkstätten die gespeicherten Kilometerstände in Erfahrung zu bringen. Von mir aus auch gegen eine kleine Gebühr von 10 oder 20 €.

Erst so lässt sich doch ein Anfangsverdacht begründen. Danach kann man eine Anzeige machen und die Ermittlungsbehörden tätig werden lassen. So stelle ich mir einen funktionierenden Rechtsstaat vor, der Opfer von Straftaten vor Kriminellen schützt.

Was sind das nur für Leute, die solche Gesetze verabschieden?

Vor zwei Tagen (am Freitag) erzählte mir ein ehemaliger Kunde (Pakistaner) ganz beiläufig, dass sein Bekannter aus Berlin, der mit Fahrzeugen handelt, regelmäßig Autos aus Italien importiert und die gewinnbringend verkauft, nachdem er die „Kilometerstände zurückgesetzt“ hat. Da schwillt einem der Kamm. „Würde bei mir 20.000 € Bußgeld kosten – mindestens“, antwortete ich ihm. „10 Jahre Gewerbeverbot oben drauf“ – schob ich noch nach. „Ja, bei dir, Toni“, raunte mein Gesprächspartner.

Wenn ich “König von Deutschland“ wär‘, hätte die organisierte Kriminalität nichts mehr zu lachen. Fahrzeughändler mit Migrationshintergrund, die für Tachomanipulationen verurteilt wurden, bekämen gleichzeitig ein Ticket für die Abschiebehaft, nachdem sie ein saftiges Bußgeld bzw. eine dicke Geldstrafe bezahlt hätten. Diese Betrügereien mit Tachomanipulationen müssen aufhören.

Fangprämien würde ich ausloben, für Hinweise, die zur Ermittlung von Tachobetrügern führen. Mindestens 1.000 € gäbe es bei mir dafür. Ratzfatz wäre das Problem erledigt. Das würde auch für Betriebsstundenzähler von Baumaschinen und Bootsmotoren gelten.

(t.a., 18.09.2016 + Verschiebung in die neue Kategorie ‚Kriminalität‘ am 08.12.2017)


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