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Wert-Bar

Bild: Benjamin Franklin


„Unser Leben ist das,

wozu unser Denken es macht.“


Marc Aurel
* 121; † 180, römischer Kaiser und Philosoph

Der Rockmusiker Danny Collins (Al Pacino) schleppt sich mit seinen alten Hits von einem enttäuschenden Konzert zum anderen. Mit Alkohol, Drogen und Sex versucht Danny, seine privaten und künstlerischen Frustrationen zu vergessen.

Als Geschenk erhält Danny an seinem 64. Geburtstag von seinem Manager (Christopher Plummer) einen Brief. John Lennon hat ihn vor 40 Jahren an Danny geschrieben. Der Musiker hat die Zeilen des Ex-Beatle noch nie gelesen, und sie gehen ihm so nahe, dass er sein Leben komplett verändern will. Wie Lennon möchte Danny daran glauben, dass Liebe die Antwort auf alle Probleme ist.

Klingt nach einer Geschichte aus dem wahren Leben …

(t.a.)

Der – leider notwendig gewordene – Vorstoß des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU), bei Bedarf auch Kinder vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen, sorgt bei den realitätsgestörten Gutmenschen von der SPD erwartungsgemäß für scharfe Kritik.

Herrmann verteidigte heute seinen Vorschlag. „Da geht es um extreme Ausnahmesituationen“, sagte der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. Im islamistischen Bereich seien in den vergangenen Jahren auch „Minderjährige“ zu Gewalttaten angestiftet worden oder hätten sich selbst dazu entschlossen. In solchen Fällen dürfe der Verfassungsschutz aber derzeit keine Daten speichern, sagte er. Es sei „weltfremd“, wenn Ermittler von einem radikalisierten Minderjährigen wüssten, aber wegschauen müssten.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion Stephan Mayer (CSU) unterstützt „nachdrücklich“ Herrmanns Forderung, auch eine Beobachtung Minderjähriger zu ermöglichen. „Wir stellen leider fest, dass immer mehr junge Menschen sich immer früher radikalisieren und hierdurch eine Gefahr für unser Land darstellen“, sagte Mayer FAZ.NET.

Herrmann blickt durch. Guter Mann!

(t.a., 13.06.2017, 19.36 Uhr)


OPD

Anfassen, Ausprobieren, Fachsimpeln, Experimentieren: Die IdeenExpo ist wieder da, Hannovers größte Messeveranstaltung für Jugendliche.

Am Auftaktwochenende haben Tausende die Schau gestürmt, die Veranstalter sind zufrieden …

Ob Experimente mit Robotern oder virtuelle Realität mit Technikbrillen, ob handwerkliches Metallgießen oder Diskussionen mit Autobauern: Neun Tage lang wollen Industrie und Handwerk, Arbeitgeber und Unternehmensverbände wieder junge Leute für technische Berufe begeistern. Der Eintritt ist kostenlos.

Solche Veranstaltungen sollte es nicht nur einmal im Jahr geben – und auch nicht nur in Hannover. Hier darf ruhig noch mehr investiert werden. Das wäre gut angelegtes Geld …

Ein sehr gutes Projekt!


(t.a., 12.06.2017, 19.06 Uhr)

OPD

Für Girokonten, Abhebungen oder Überweisungen müssen viele Kunden künftig wohl mehr bezahlen. Ein Drittel aller Banken und Sparkassen will laut einer Umfrage unter 120 Instituten 2017 die Preise anheben.

Hilft ja alles nichts …


„Auch der Jammer hat ein Maß“

(Euripides, 480 – 407 v. Chr.)


Bei der an diesem Montag beginnenden Konferenz der deutschen Innenminister (IMK) macht Bayern Druck für eine bundesweite Einführung der Schleierfahndung.

Unterschreibe ich sofort: Dass es die verdachtsunabhängigen Kontrollen immer noch nicht in NRW, Berlin und Bremen gebe, sei eine “eklatante Sicherheitslücke, die unbedingt geschlossen werden muss”, so Bayerns tüchtiger Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Auch richtig: “Wir müssen bundesweit die Schleierfahndung in den Grenzregionen weiter ausbauen”, erklärte Herrmann. Sie müsse zudem verstärkt auf Verkehrswegen von internationaler Bedeutung und im Umfeld von Flughäfen, Bahnhöfen und Rastanlagen stattfinden.

Traurig, dass wir in diesen Zeiten zu solchen Maßnahmen greifen müssen, aber dazu gibt es leider keine Alternative. Leider …

Es macht auch Sinn, Verfassungsschutz-Kompetenzen auf Bundesebene zu bündeln, wie es Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vorgeschlagen hat. Gerade nach dem NSU-Desaster sollte hierbei besser niemand aufmucken.

Aus Fehlern lernen. Neue Wege gehen …


(t.a., 12.06.2017, 10.52 Uhr)

Frankreichs frisch gebackener Präsident Emmanuel Macron (39) hat die erste Runde der Parlamentswahl haushoch gewonnen und steuert auf eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung zu.

Respekt!

Könnte Brandenburg auch haben –

in etwa zwei Jahren;

einen erfrischenden Politikwechsel …

(t.a.)

Bild: Die katholische Kirche Notre-Dame de Paris

OPD

Ob Frankreichs neuer Hoffnungsträger Emmanuel Macron (39) am Ende auch der lang ersehnte Heilsbringer sein wird, hängt nicht nur davon ab, ob seine Bewegung “La République en marche!” heute die Mehrheit von mindestens 289 Sitzen in der Nationalversamlung erringt. Die Hauptfrage ist doch, auf welches Personal sich Macron bei der Entwicklung und Umsetzung seiner Reformen stützen kann.

Neue Parteien ziehen nicht nur aufrechte und talentierte Weltverbesserer an, sondern auch allerlei Glücksritter, Lobbyisten, Arbeitsplatzsucher, Intriganten und “U-Boote“ (Zerstörer) gewisser Kreise. Wer diese Front absichern will, braucht viel Geld, viel Zeit und rigorose Aufnahmeprüfungen / Eignungstests. Das alles hat Emmanuel Macron nicht berücksichtigen können, da es schnell gehen musste, um Marine Le Pen verhindern zu können. Und für mehr wird Macron auch nicht in die Geschichte eingehen.

(t.a., 11.06.2017, 13.39 Uhr)


Kirmes

Bild: Feld und Flur

OPD

Ein Leben war’s im Ährenfeld
Wie sonst wohl nirgends auf der Welt.
Musik und Kirmes weit und breit
Und lauter Lust und Fröhlichkeit.

Die Grillen zirpten früh am Tag
Und luden ein zum Zechgelag.
Hier ist es gut, herein, herein!
Hier schenkt man Tau und Blütenwein.

Der Käfer kam mit seiner Frau,
Trank hier ein Mäßlein kühlen Tau,
Und wo nur winkt ein Blümelein,
Da kehrte gleich das Bienchen ein.

Den Fliegen ward die Zeit nicht lang,
Sie summten manchen frohen Sang.
Die Mücken tanzten ihren Reihn
Wohl auf und ab im Sonnenschein.

Das war ein Leben ringsumher,
Als ob es ewig Kirmes wär.
Die Gäste zogen aus und ein.
Und ließen sich’s gar wohl dort sein.

Wie aber geht es in der Welt?
Heut ist gemäht das Ährenfeld,
Zerstöret ist das schöne Haus,
Und hin ist Kirmes, Tanz und Schmaus.


Hoffmann von Fallersleben, * 1798; 1874


Bild: muslimisches Gebet in architektonisch reizvoller Moschee

OPD

Der Anschlag in London sei mit den Lehren des Islam nicht zu vereinen, sagen viele britische Imame. Es folgt ein drastischer Schritt, denn das Ritual wird normalerweise für jeden toten Muslim angeboten – unabhängig von dessen Taten: 130 britische Imame verweigern den Londoner Attentätern das traditionelle Totengebet. Respekt!

In einer Stellungnahme des „Muslim Council of Britain“ heißt es: „Solche unvertretbaren Handlungen sind nicht mit den edlen Lehren des Islam zu vereinen.“ Kollegen sollen dem Beispiel folgen und sich dem Protest anschließen.

Ich ziehe meinen Hut vor so viel Rückgrat! Alle europäischen Imame sollten es den – in dieser Hinsicht – mutigen Briten gleich tun.

500 Jahre Reformation: Wer hätte gedacht, dass die muslimische Welt hierzu auch einen wertvollen Beitrag leistet. Erfreulich!

Rein in die Fußstapfen von Martin Luther

Kasalla!


(t.a., 10.06.2017, 14.32 Uhr)

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