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Foto: Screenshot, Zeit.de

OPD

Drei hochgestellte Verkehrsbusse sollen auf dem Dresdner Neumarkt an Straßensperren aus Linienbussen in Aleppo (Syrien) erinnern, die zum Schutz vor Scharfschützen aufgestellt wurden. So weit, so schlecht.

Von mir hätte es für diese Installation weder grünes Licht, noch einen müden Cent gegeben, weil dieses (in meinen Augen) billige “Kunstprojekt“ nur wieder die Betroffenheitskultur bedient.

Der Dresdner Aktionskünstler Manaf Halbouni sollte über ein Kunstwerk nachdenken, dass die grenzenlose Dummheit des syrischen Volkes zur Schau stellt. Niemand anderes als die Syrer selbst, die Väter und Großväter, haben ihr eigenes Vaterland in Schutt und Asche gelegt, aus purem Egoismus, aus Feigheit und aus Dummheit.

Die syrische Zivilgesellschaft braucht massive Denkanstöße und Aufrüttler! Hier muss die Kunst ansetzen …

Selbst wenn Baschar al-Assad morgen tot umfallen sollte, würden sich die zahlreichen Stämme und Clans aus ganz Syrien und den Nachbarländern brutal und rücksichtslos um die Macht schlagen, neue Bürgerkriege entfachen.

Wenn syrische Künstler einen guten Job machen wollen, dann bitte mit Aktionen, die Wege aus dem Chaos zeigen. Macht Kunst, die zu besserem Denken, zu klügerem Handeln anstiftet.

Raumintervention für Revolution …

(t.a., 23.02.2017, 18.36Uhr)

 

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