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Zeit

OPD Die Zeit, die Deiner Schönheit Fäden spann, Darauf entzückt sich alle Augen richten, Wird einstmals Dir erscheinen als Tyrann, Die holde Schöpfung unhold selbst vernichten. Friedrich von Bodenstedt * 1819, † 1892

Ein grünes Blatt

Ein Blatt aus sommerlichen Tagen, ich nahm es so im Wandern mit, auf daß es einst mir möge sagen, wie laut die Nachtigall geschlagen, wie grün der Wald, den ich durchschritt. Theodor Storm, * 1817; † 1888

Kirmes

Bild: Feld und Flur OPD Ein Leben war’s im Ährenfeld Wie sonst wohl nirgends auf der Welt. Musik und Kirmes weit und breit Und lauter Lust und Fröhlichkeit. Die Grillen zirpten früh am Tag Und luden ein zum Zechgelag. Hier ist es gut, herein, herein! Hier schenkt man Tau und Blütenwein. Der Käfer kam mit [...]

Frühling

Bild : Blauregen (Wisteria) selbst gezohen Der Frühling des Jahres, Wie glänzt er im Mai; Doch wenige Wochen, So flog er vorbei. Der Frühling der Jugend, Wie blüht er so schön; Doch wenige Jahre, so muß er vergeh’n. Der Frühling des Herzens, Ein schönes Gemüth: O lieblichste Blüthe, Die nimmer verblüht. Karl Friedrich von Gerok (1815 [...]

Wert-Bar

OPD Es kann die Ehre dieser Welt Dir keine Ehre geben, Was dich in Wahrheit hebt und hält, Muss in dir selber leben. Wenn’s deinem Innersten gebricht An echten Stolzes Stütze, Ob dann die Welt dir Beifall spricht, Ist all dir wenig nütze. Das flücht’ge Lob, des Tages Ruhm Magst du dem Eitlen gönnen; Das [...]

OPD So werd ich manchmal irre an der Stunde, An Tag und Jahr, ach, an der ganzen Zeit! Sie gärt, sie tost, doch mitten auf dem Grunde Ist es so still, so kalt und zugeschneit! Habt ihr euch auf ein neues Jahr gefreut, Die Zukunft preisend mit beredtem Munde? Es rollt heran und schleudert weit, [...]

Seelenhafen

OPD Es riecht nach Sommer ringsumher, nach prallen Blüten, satt und schwer, nach trocknem Gras und grünem Laub, nach reifem Korn und Blütenstaub. Glühendheiß vom Himmelszelt der Sonnenschein herniederfällt. Ein Flimmern durch die Lüfte zieht, die Grillen zirpen froh ihr Lied. Im grünen Farn die Mücken spielen, am Tümpelrand die Frösche schielen. Die Bienen hängen [...]