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„Ich existiere, ich denke, ich entscheide“ Das haben Tausende Menschen gestern in Warschau skandiert. Sie demonstrierten in der polnischen Hauptstadt gegen eine geplante Verschärfung des Abtreibungsgesetzes. Die meisten Teilnehmer waren Frauen, doch auch viele Männer hatten sich dem Protestzug angeschlossen.

Regierungschefin Beata Szydlo sagte bereits, sie persönlich unterstütze ein totales Abtreibungsverbot. Demnach soll nur noch die Lebensgefahr für die Schwangere als Abtreibungsgrund gelten. Statt mit bisher zwei Jahren soll illegale Abtreibung mit fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

Solche Gesetze entmündigen alle Frauen, die selbst entscheiden möchten, ob und wann sie ein Kind austragen wollen. Deren Rechte sind zu respektieren. Verständnis für die Argumente der Abtreibungsgegner kann ich wohl reichlich aufbringen, jedoch sehe ich die Selbstbestimmungsrechte der Frauen, die abtreiben wollen (oder müssen), über den Rechten der Abtreibungsgegner.

Ihre persönliche Meinung sei allerdings nicht unbedingt auch die Meinung aller Abgeordneten der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit, schränkte Beata Szydlo am Donnerstag ein. „Jeder von uns wird sich nach seinem eigenen Gewissen richten.“ In Abstimmungen wie über das Abtreibungsrecht gebe es keinen Fraktionszwang.

(t.a., 19.06.2016, 14.06 Uhr)


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