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Eine Hauswand im Hamburger Stadtteil Veddel soll in Gold erstrahlen. So will es Quartierskünstler Boran Burchardt und bekommt für die Umsetzung seines spektakulären Kunstprojekts von der Kulturbehörde etwa 85.000 Euro – und viel Gegenwind!

Die Veddel ist einer der ärmsten Stadtteile Hamburgs, ein Problemkiez mit hohem Migrantenanteil. Schlichte Gemüter neigen bei der vorliegenden Geschichte zu einer reflexartigen Empörung, aber die ist hierbei nicht angebracht. Klar, mit 85.000 Euro könnte man vielen hilfsbedürftigen Menschen in Hamburg-Veddel unter die Arme greifen, Gutes tun, und doch wäre das Geld so schnell verpufft, wie ein Furz im Wind.

Die vergoldete Hauswand dagegen würde 25 Jahre lang für Erstaunen, Gespräche und Diskussionen sorgen, bei unzähligen Menschen aus nah und fern. Andere Künstler würden kommen und Leute, die einen tieferen Blick auf die Probleme des Stadtteils werfen. Und darin liegen die großen Chancen, mehr aus Hamburg-Veddel zu machen.

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Goethe zur Kunst:


„Das müßte gar eine schlechte Kunst sein, die sich auf einmal fassen ließe, deren Letztes von demjenigen gleich geschaut werden könnte, der zuerst hereintritt.“


(t.a., 04.11.2016, 19.52 Uhr)


Update vom 07.10.2017

Die „Goldene Wand“ von Veddel hat es doch tatsächlich in das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes geschafft. Wie kleinkarriert ist das denn?

In spätestens zwei Jahren, lieber Leser/innen, darauf würde ich heute wetten, wird sich dieses Kunstprojekt für Hamburg-Veddel rentiert haben.

Lieber Steuerzahlerbund, dieses Kunstprojekt ist gewiss kein „eklatanter Fall von Verschwendung“. Denken Sie nach  . . .

(t.a.)


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