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Kolumbien: Schon immer sei es in der regenreichen Region an der Pazifikküste zu Erdrutschen gekommen. Aber der dichte Wald begrenzte früher die Schäden. In den vergangenen Jahren aber seien die Hänge immer stärker abgeholzt worden, um Platz für Viehweiden zu gewinnen – selbst in geschützten Gebieten –, und der Boden sei an diesen Stellen völlig degradiert, so die Einschätzung des kolumbanischen Umweltschützers Rodrigo Botero.

Das Zentrum der 50.000-Einwohner-Stadt Mocoa wurde hart getroffen. Fünf Stadtviertel sind komplett zerstört, weitere zwölf schwer beschädigt.

Maßlose Entwaldung und mangelhafte Stadtplanung sind für das Unglück an der Pazifikküste Lateinamerikas verantwortlich; kurz: politisches Versagen.

Mehr als ein Drittel des Stadtzentrums von Mocoa befindet sich in einem Gebiet, wo früher das Flussbett lag. Da fasst man sich doch an den Kopf!

Einmal mehr treffen die Worte, die ich im Februar 2016 aufschrieb: “Menschliche Tragödien: Mit vollem Wissen und sehendem Auge stürzen wir uns hinein.“

(t.a., 06.04.2017, 11.49 Uhr)

 

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